Modul XV 2014

Donnerstag, 17. Juli  bis Sonntag, 20. Juli 2014

Lehrbereich:  Feldforschung und Exkursion

3. Exkursion und Feldforschung

Mehrtägige Exkursionen unter der Leitung und Führung von Siegrun Laurent

„ O d i l i e n b e r g “Geheimnis Odilienberg - Eine Frauenreise durch heilige Räume und ZeitenAuf dem dreigipfeligen Berg, dem Mont Ste. Odile im Elsaß bei Straßburg, wurde vor Urzeiten in unglaublicher Anstrengung eine Mauer gebaut, die als Heidenmauer bekannt ist. Dieses Mammutwerk gilt heute noch als die größte Zyklopenmauer Europas und stellt seine Parallelen auf Malta und in Mykene in den Schatten. Fast zehn Kilometer lang, ursprünglich drei bis vier Meter hoch und zwei bis drei Meter dick, umschließt sie 118 Hektar eines heiligen Bezirkes. Sie ist die Grenze zwischen der heiligen Raum-Zeit des Inneren und der Raum-Zeit des Äußeren. Die Welt ist draußen - im Inneren aber ist alles möglich. Innerhalb des Heiligtums befindet sich nicht nur das Kloster Hohenburg, das um 680 als Orden von der Äbtissin Odilia nach irisch-fränkischem Vorbild geleitet wird, sondern Felsen, Grotten, Dolmen, Schalensteine und eindrucksvolle Zeugnisse einer hochaktuellen, wiederkehrenden Kultur der Großen Göttin.   Wir werden in den vier Tagen den Weg der Odilia - von einer heidnischen Schamanin zur christlichen Heiligen - verfolgen. Wir werden von der Quelle, deren Wasser "sehend" macht, trinken, werden die Energielandschaft des heiligen Raumes erfühlen und in einer der ältesten Krypten Frankreichs der Geschichte der Richardis vom Bärinnen-Clan und ihrer Bärin begegnen. Bei einer Führung durch die Klosteranlagen werden wir überrascht sein über die vielen Botschaften einer weiblichen Kultur wie z.B. die "Pierre à cupules" (Becher- oder Beckensteine), die nach der Forscherin Myriam Philibert sowohl die Brüste wie den Schoß der neolithischen Göttin darstellen. An solchen Steinen lebte (lebt?) die Vouivre - eine geflügelte Drachengöttin. Ich möchte uns diesen Naturtempel nicht nur visuell erschließen, sondern unsere Herzen mit Liedern, Tänzen, Körpergebeten und einer Trancehaltung öffnen.

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Das Jahresrad im Zyklus der 8 Feste                               

Jahreskreis - Ritual Schnitterinnen - Kräuterweihe auf dem Kraftort des Odilienberges 

Dieses Fest feiern wir auf dem Odilienberg. Jahresrad gegenüber dem Fest der zunehmenden Mondin, dem Fest des Impulses, Lichtmess, liegt das Fest der abnehmenden Mondin, das Ritual der Schnitterinnen. Es ist der Zeitpunkt, um die Kräuter, die uns ein ganzes Jahr lang vor Unheil und Krankheit beschützen und heilen sollen, zu weihen. Noch im Mittelalter waren die Tage, in dem das Kräuterweihfest begangen wurde, als "Frauendreissiger" bekannt. Sie galten als der besondere, magische Zeitraum. Es hieß, während dieser Zeit sei nichts giftig. Es ist eine besonders günstige Zeit für Heilungen und die Zeit, zu der die Heilkräuter geweiht wurden. Auf den Feldern ist das Getreide gereift. Schwer haben wir gearbeitet, damit viele Dinge zur Reife gelangen konnten - die Göttin wird nun zur Schnitterin, zur Unerbittlichen, die sich vom Leben nährt, damit neues Leben heranwachse. Es ist die Zeit, zu der die altrömischen Frauen ihr Diana-Fest feierten und die Frauen des Mittelalters das große Kräuterweihfest begingen. Auf dieses Datum wurde auch von der christlichen Kirche das "Fest von Maria Himmelfahrt" gelegt, vermutlich das älteste der Marienfeste.              
Wir wollen es noch nicht wahrhaben, aber die Helligkeit nimmt ab, die Tage werden kürzer, der Sommer geht vorbei. Auch wir sensen mit der Sichel der abnehmenden Mondin das ab, was uns behindert, was uns blockiert, unseren eigenen Weg weiterzugehen. Wir trennen uns von Altem, um Neues entstehen zu lassen.

Jahreskreisritual „Schnitterin - Kräuterweihe“ mit heilender Trance-Haltung
Detaillierter Programmablauf, aktuelle Informationen, Wegbeschreibung etc. werden im Vorfeld zugeschickt


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Lehrbereich   Feministisch-matriarchale Spiritualität


Dieses Modul beinhaltet die Vermittlung vom theoretischen und praktischen Umgang der feministisch-matriarchalen Ritualarbeit.

Das Jahresrad im Zyklus der 8 Feste

Jahreskreis-Ritual                    Sommer-Sonnenwende
Wir feiern das Jahreskreisfest der Sommersonnenwende an einem nach geomantischen Gesichtspunkten besonders starkem Ort.
Die Sonne hat ihren höchsten Punkt erreicht
Das Fest der Fülle und Erfüllung. Es zeigt sich nun der schöpferische und mütterliche Aspekt der roten Göttin in der zweiten Gestalt: Die Fruchtbare - die Gebärende. Sie ist Schöpferin und Erhalterin allen Lebens auf dem Land und im Meer.

"Mit dieser Kraft heilt die Göttin alle Spaltung, Zerrissenheit und Trennung und fügt die ursprüngliche Ganzheit, auch in uns, wieder zusammen". 
(Heide Göttner-Abendroth)  

Heute ist der längste Tag und die kürzeste Nacht im Jahresrad - das Licht triumphiert - und doch beginnt der Abstieg in die Finsternis. Im Augenblick der größten Helligkeit wird die Dunkelheit wieder geboren. Der Zeitpunkt, an dem sich die Kräfte von Oben und Unten durch uns selbst verbinden. Wir erfahren die schöpferische Kraft, die Vitalität, Euphorie, Lust, Freude und Wärme der Sonnenkraft. Die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde haben alles hervorgebracht, was sich verwirklichen wollte. Wir feiern den Höhepunkt der Entfaltung, feiern das Fest der Verwirklichung aller Dinge. Die Pflanzen, deren Samen sich bis jetzt nicht entfaltet haben, werden es auch nicht mehr tun können. Auch wir selbst schauen uns an, welche Impulse seit Lichtmess in Erscheinung treten wollten - die Früchte reifen, und in ihrem Inneren reift der Same, in dem das Leben des nächsten Jahreskreises angelegt ist. Die Farbe Rot, als Symbol des weiblichen Blutes und des Lebens, wird dieses Fest bestimmen.
 

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Psychotherapie im Raum der Göttin

„Das weibliche Totem - Freundschaft mit dem Leben“                                                                                                                         
Dozentin Gertrude Raven

Croissier                                                                                                                                                                                                                                 
Psychotherapeutin in eigener Praxis. Seminarleiterin und Lehrtherapeutin an der Schule der transpersonalen Psychologie, verbindet Systemische Therapie, Körperorientierte Psychotherapie und Holotropic Breathwork mit Ritual und Elementen schamanischer Heilweisen zu einem ganzheitlich-therapeutischen Ansatz.

Die persönliche Leidensgeschichte von Frauen ist nicht getrennt von der schmerzlichen Kollektivgeschichte des Weiblichen im Patriarchat. Dem Schutz der alten Mutter-Göttin beraubt und von einem eifernden Vater-Gott dämonisiert, sind Frauen körperlich, emotional, geistig und spirituell heimatlos. Heilung von Weiblichkeit braucht daher Rückbindung an den weiblich-göttlichen Ursprung des Lebens.

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Labyrinth – Begehung Praktische und theoretische Labyrinth-Ritual-Arbeit:

Dozentin Li Shalima

Wir werden den bekanntesten Labyrinth-Mythos:„Theseus erschlägt den Minotaurus im Labyrinth von Knossos und braucht den Roten Faden der Ariadne, um wieder aus dem Labyrinth heraus zu finden“ auf matriarchale Ur-Sprünge und Wahrheiten und deren patriarchale Verdrehung der Geschichts- und Mythenschreibung hin untersuchen.

Detaillierter Programmablauf, aktuelle Informationen, Wegbeschreibung etc. werden im Vorfeld zugeschickt.

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