Modul V 2013
Donnerstag, 07. Februar bis Sonntag, 10. Februar 2013
Lehrveranstaltungen Philosophie / Filiasophie
Do. 07. Februar
- 19.00 - 20.30 Uhr
Begrüßung, Befindlichkeitsrunde / Vorschau auf die Lehrinhalte des Moduls
- 20.30 - 22.30 Uhr und Freitag von 09.15 - 18.00 Uhr
Mein Begehren ist die Erde - wenn weibliches Begehren zu sich selbst findet -
Ein Aufruf zur Ermächtigung und zum Queren der Bannmeilen, die um die Quelle des Begehrens liegen.
Dozentin: Ute Schiran
Ute Schiran, Jahrgang 1946 Schriftstellerin, Subsistenzbäuerin, über 30 Jahre Erfahrung als lesbisch-schamanische Seminarleiterin, Performance - Künstlerin ARTeMISs - ARTe FACTs ist der Name meiner Werkstatt, in der Ahninnenschreine, Himmelstänzerinnen, Träumerinnen und andere Erfahrungen entstehen.
Meine Arbeit in der ALMA MATER lehnt sich an die Arbeiten, die ich "KUBABA: Vier - Winde - Gedanken zu Fragen der lesbischen Existenz“ nenne, an.
Den Terminus "Lesbische Existenz/Lesbisches Kontinuum" verstehe ich als Anlehnung an die Definition von Adrienne Rich, als eine a l l e n Frauen innewohnende Möglichkeit ALL-EIN zu sein, also alle Aspekte - auch der gebannten, verpönten, abgespaltenen - (wieder) im eigenen Körper zu wecken und zu leben.
Über die Hügel fällt der Abend
Wind weht hoch, wolkentreibend
Die zu den Wurzeln schwingende Axt
schlägt keinen Baum
kehrt nur heim zu den Erzen
Ein abendlicher Vortrag zum Thema und ein eintägiges Seminar das durch normalerweise ungeliebte Landschaften führt, die paradoxerweise an die Quelle des Begehrens grenzen und zu ihr führen. (Fortführung am Freitag)
Fr. 08. Februar
- 09.00 - 09.15 Uhr
Morgenkreis Ankommen mit Schweigen, Stimme und Bewegung
- 09.15 - 13.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Fortsetzung Ute Schiran
„Mein Begehren ist die Erde - wenn weibliches Begehren zu sich selbst findet“
Ende 18.00 Uhr
- 20.00 - 22.00 Uhr
Covenzeit: Bewusstes Zusammensein mit den Frauen des eigenen Covens. Die Zeit des Covens wird von jedem Coven selbst gestaltet.
Sa. 09. Februar
- 09.00 - 09.15 Uhr
Morgenkreis Ankommen mit Schweigen, Stimme, Körper und Bewegung
- 09.15 - 13.00 Uhr
„Von Sappho bis zur Leibphilosophie heute“
Dozentin: Dr. Annegret Stopczyk - Pfundstein
Philosophin, Autorin, „Leibphilosophie“, Stuttgart
"Nein danke, ich denke selber", ist das Motto und ein Buchtitel der Philosophin Annegret Stopczyk, die aus weiblicher Sicht die Philosophiegeschichte neu interpretiert und eine Weisheitstradition aufgefunden hat, durch die es ihr möglich ist, körperbezogenere Philosophie zu treiben. Mit ihren leibphilosophischen Denk- und Fühlübungen eröffnet sie einen weiblicheren Weg erkennend zu sein. Philosophinnen wie Sappho, Hildegard von Bingen, Helene Stöcker, Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Agnes Heller, Judith Butler verstrickt sie in einen streitbaren Dialog mit ihrem eigenen Ansatz der Leibphilosophie.
Unser Körper wird durch die neuen Körpertechnologien im dritten Jahrtausend neu interpretiert werden und Frauen sollten nicht abwarten, bis Männer ihre Definitionen vollendet haben. Wir sollten selber definieren, selber denken.
Weitere Bücher der Autorin sind: „Sophias Leib. Entfesselung der Weisheit. Ein philosophischer Aufbruch“, „Muse, Mutter, Megäre. Was Philosophen über Frauen denken“ u.a.
- 15.00 - 18.00 und 20.00 - 22.00 Uhr
Lehrbereich Frauenkulturforschung
„Der Weg - Die Philosophie des Seien“
Anna - logos = im Sinne der GROSSEN MUTTER denken, sprechen, fühlen und handeln - eine philosophische Runde rund ums Labyrinth
Dozentin Li Shalima
Dritte Seminareinheit:
Praktische Labyrinth-Ritual-Arbeit: Wir sprechen über Symbole und Bilder, erleben im Begehen des Labyrinths innere Bilder und teilen in Gesprächskreisen unsere Erfahrungen und Gefühle miteinander.
Lehrbereich Feministisch-matriarchale Spiritualität
So. 10. Februar
- ab 08.00 Uhr
Das Frühstück wird als rituelle Handlung in das Ritual integriert.
Das Jahresrad im Zyklus der 8 Feste
Jahreskreis-Ritual „Lichtmess“
Einstimmung, Vorbereitung und Hintergrundwissen
Die Teilnehmerinnen erhalten vorab ausführliche Unterlagen zum Thema.
Der Name "Februar" wurde von der römischen Kultur übernommen und bedeutet "Reinigungsmonat".
Wir feiern die weiße Göttin, das zunehmende Licht als Zeitpunkt der Reinigung, der Initiation der Um - und Verwandlung. Altes streifen wir ab - Neues beginnt. Vieles ist ausgelebt und überlebt. Zeit, Abschied von der inneren, dunklen Seite zu nehmen, denn wie in der Natur das Licht zunimmt, so beginnt sich auch in uns Neues zu formen - noch nicht sichtbar, aber voller Erwartung auf Entfaltung. Wir feiern den Impuls in uns.
Wir nehmen die Energie der zunehmenden Mondin in uns auf, als Zeichen der sich festigenden Helligkeit. Die Saat, die später aufgehen und wachsen wird, erwacht langsam aus ihrem tiefen, dunklen Schlaf. Die Botschaft von Urania-Energie drängt sich in unser Bewusstsein, drängt zur Auflösung des Ruhezustandes, fordert uns auf zur Umwälzung aller Wahrheiten, Lehren und Weisheiten - wir tragen alles in uns; das Sinnvolle wie das Sinnlose, das Geordnete wie das Verrückte. "Um das eingefrorene Wissen aus allen Zeiten, Welten, Räumen und Galaxien aufzutauen, um die wachsende Unruhe in uns zu besänftigen, brauchen wir Mut und Entschlossenheit - wir müssen Grenzgängerinnen zur Verrücktheit werden." Luisa Francia
- 12.00 - 13.00 Uhr
Abschlussrunde Aufarbeitung der Lehrinhalte und Reflektion des Moduls. Abschied