Modul IX 2013
Donnerstag, 25. Juli bis Sonntag, 28. Juli 2013
Lehrveranstaltungen Heilweisen - Matriarchale Medizin
Do. 25. Juli
- 19.00 - 20.15 Uhr
Begrüßung, Befindlichkeitsrunde / Vorschau auf die Lehrinhalte des Moduls
- 20.30 - 22.30 Uhr und Freitag von 09.15 - 18.00 Uhr
„Die vergessene Kraft“ Magische Heilhaltungen in Theorie und Praxis. Die Anbindung an eine heilende Kraft, die wir nur in einer bestimmten Haltung erreichen, basiert auf das noch heute praktizierte uralte Wissen unserer Ahninnen.
Dozentin: Siegrun Laurent
Fr. 26. Juli
- 09.00 - 09.15 Uhr
Morgenkreis: Der Morgenkreis ist ein gemeinsames Ankommen und wird von Körper- und Stimmarbeit begleitet.
Lehrbereich: Matriarchale Medizin
- 09.15 - 13.00 Uhr
Vortrag „Das weibliche Gehirn“
mit Arbeit in Kleingruppen
Dozentin: Dagmar Margotsdotter-Fricke
Autorin, Dipl. Sozialpädagogin, Krankenschwester, Mutter
Die Neuro-Biologin und Psychiaterin Louann Brizendine hat im Jahre 2006 mit ihrem Buch „Das weibliche Gehirn“ viel Aufsehen erregt. Sie präsentiert eine Vielzahl von Ergebnissen aus der neuesten Hirnforschung: bei Neugeborenen, jungen Mädchen, Müttern und schließlich reifen Frauen im Klimakterium. Im Kapitel „Was uns zu Frauen macht“ schenkt sie uns überzeugend und erfrischend die Quintessenz ihrer Forschung:
„Das weibliche Gehirn hat ungeheure, einzigartige Fähigkeiten: eine herausragende sprachliche Flexibilität, die Fähigkeit zu tief empfundener Freundschaft, eine fast übernatürliche Fähigkeit, Gefühle und Geisteszustände an Gesichtsausdruck und Tonfall abzulesen, und die Fähigkeit, Konflikte zu entschärfen. Das alles ist im Gehirn von Frauen fest einprogrammiert. Frauen werden mit solchen Talenten geboren, Männer hingegen nicht.“ (S.21)
Wohltuend ist es, von den durch Brizendine vorgelegten Studien zu erfahren: Endlich wurden nicht nur Unterschiede zwischen Frau und Mann erforscht, sondern wir erfahren auch etwas darüber! Das ist ein Geschenk, denn Studien, die zeigen, dass das weibliche Geschlecht das Überlegene ist, werden uns nur zu gern vorenthalten. Genau diese hat die Neurobiologin für uns gesammelt.
Wie in einem Spiegel finden wir im weiblichen Gehirn die Werte, Gefühlswelten und Strategien, die wir für matriarchale Gesellschaften im Idealfall ausmachen. Doch Vorsicht! Die Autorin präsentiert uns nicht nur Ergebnisse – als Neuropsychiaterin liefert sie auch gleich ihre Deutungen mit. Und diese sind fest verankert im amerikanisch-patriarchalen Denksystem.
Der Rat der Weisen Frauen würde nur lächeln bei all den Ergebnissen. Haben sie doch schon immer gewusst: Ein „normales“ weibliches Gehirn funktioniert matriarchal, stimmt`s?
Betrachten wir dieses Buch also einmal aus ihrer Sicht!
- 15.00 - 18.00 Uhr und 20.00 - 22.00 Uhr
„Heilung, Selbstheilung und Regeneration - Das heilende Wirken in sich selbst erkennen“
Dozentin: Marianne Wex
Marianne Wex, Jg. 1937, Autorin, 1963-1980 Kunsthochschuldozentin in Hamburg. Anschließend 8 Jahre Selbstheilung, Neuseeland, Irland, 1988-1991 arbeitete sie in London unter der Leitung der Heilerin Lily Cornford (1906-2003). Bis 1999 Einzelbegleitungen und Referentin in verschiedenen Seminarhäusern, vorwiegend in Deutschland. 1999-2002 weitere Vertiefung auf dem genannten Weg in Asien, 2 Jahre Kanada. Seitdem lebt und arbeitet sie wieder in Deutschland.
In jedem Augenblick wandelt und erneuert sich Leben, Natur, in uns wie um uns, Atome, Gene, Zellen, unser Bewusstsein, Wahrnehmungsweisen. Dabei entfaltet sich jede Regung gleichzeitig physisch und nichtphysisch, ein Energiefeld, irdisch, universell, immer dieselbe unendlich bewusste Wesenheit. Sie zeigt sich uns dort am lebendigsten, wo sich unsere Wahrnehmungsorgane befinden, dort wo wir Freude oder auch Schmerz, manchmal auch Leblosigkeit am deutlichsten fühlen. Innen.
Im Kontakt mit dem Leben in sich selbst bewusst, kann es Schritt für Schritt gelingen mit dem heilenden Wirken des Lebens in sich selbst vertraut zu werden und das auch dann wenn wir das heilende Wirken des Lebens in uns als Angst, vielleicht auch als Krankheit fühlen. Leben atmet. Indem wir, zum Beispiel nur eine einzige Atembewegung in uns spüren hat im gleichen Moment schon ein Kontakt mit dem Leben und damit dem heilenden Wirken, begonnen. Keine Versuche etwas zu entfernen, hinzuzufügen oder auch nur zu beurteilen. Hier geht es einzig darum Leben, Lebendig, als Leben wahrzunehmen. Das ist der Vorgang des Heilens.
Mit den Händen, am Körper oder im weiteren körperlichen Umfeld, kann dieses Geschehen auch betend, begleitet werden.
Menschliche „Parthenogenese“ - Die eingeschlechtliche Gebärfähigkeit von heutigen Frauen.
Parthenogenese bedeutet die Fähigkeit von weiblichem Leben sich aus sich selbst heraus, ohne die Beteiligung eines zweiten Geschlechtes, fortzupflanzen. Auf diese Weise entwickeln sich generell weibliche Nachkommen. Die Parthenogenese ist ein wissenschaftliches Forschungsgebiet und umfasst menschliches, tierisches und pflanzliches Leben. (Parthenogenese, griechisch, Parthenos = Jungfrau. Genesis = Ursprung, Entstehung, Werden)
Für den Begriff ‚Parthenogenese’ hier weitere fachspezifische Bezeichnungen: Ungeschlechtliche -, asexuelle - unisexuelle Fortpflanzung, Selbstbefruchtung.
Im Laufe unserer Geschichte wurde die Parthenogenese immer mehr zum Tabu. Das hat sich bis heute nicht geändert. Auch als wissenschaftliches Forschungsgebiet wird die menschliche, selbst die tierische Parthenogenese, allgemein auch in medizinischen Ausbildungsstätten, gar nicht oder kaum erwähnt.
Aus zahlreichen Berichten ist mir das kaum bekannte Leid deutlich geworden, welches für viele Frauen darin besteht, dass sie und ihre Umwelt, auch die medizinische, nichts über die parthenogenetische Gebärfähigkeit wissen. Auf diesem Hintergrund begann ich mich seit Beginn der 80ziger Jahre zunehmend für dieses Thema zu interessieren. Schließlich formte sich mir ein Gesamtbild unter medizinischen, biologischen, anthropologischen und historischen Gesichtspunkten, welches ich erstmals 1992 in Buchform veröffentlichte.
Einige Aspekte, um die es in der hier angekündigten Veranstaltung gehen kann:
- Die spontane und experimentelle Parthenogenese
- Das flüssige Genom, die unendliche Beweglichkeit des Lebens in der Gestalt unserer Zellkernflüssigkeit – genetisch, chromosomisch. –
- Die Parthenogenese in der Frühzeit der Versuche mit menschlicher Laborbefruchtung.
- Keimzelle, Mitose, Meiose
- Die Fähigkeit des männlichen Spermas die weibliche Eizelle nur von außen zu berühren und allein damit zur Fruchtentwicklung anzuregen ohne genetische Information weiterzugeben.
- Klonen - Parthenogenetische frühembryonale Entwicklung vor dem Klonen für beide Geschlechter bevorzugt
- Wie regenerieren wir uns in der eingeschlechtlichen, zweigeschlechtlichen, vielfältiggeschlechtlichen Reproduktion? Inzucht?
- Industriemüll und weltweit zunehmende Parthenogenese unter Tieren. Frauen betreffend habe ich hierüber keine Veröffentlichungen gefunden.
- Weltweit abnehmende Qualität des Spermas unter Menschen
Ob ein-, zwei- oder mehrgeschlechtlich: Die Formen der Fortpflanzung sind, wie alles in der Natur, den kosmischen Rhythmen entsprechend, in ständigem Wandel begriffen und spiegeln die jeweiligen Notwendigkeiten unserer planetarischen Situation.
Literatur: Parthenogenese heute, ‚Von der Urkraft der Frau aus sich selbst heraus zu gebären, ohne Beteiligung eines zweiten Geschlechtes’. Copyright © Marianne Wex
2. Überarbeitete Auflage, edition frauenmuseum, wiesbaden 1996
Siehe auch Artikel: Marianne Wex, Die menschliche Parthenogenese und das Sonnenlicht, MATRIAVAL, Zeitschrift für Matriarchale Werte, Nr. 13 / Dez. 2010,
www.matriaVal.de
Sa. 27. Juli
- 09.00 - 09.15 Uhr
Morgenkreis Ankommen mit Schweigen, Stimme, Körper und Bewegung
- 09.15 - 13.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
„Pflanzenwesen öffnen Heilräume, entdecken Freiräume, gestalten den Raum, lösen den Traum“
Dozentin: Gertrude Ernst-Wernecke
Phytotherapeutin, Heilpraktikerin (Lachesis-Verband), Schweigen (Pfalz)
Im Buche der Natur lesen - Pflanzenwesen - Türöffnerinnen °°° Pflanzenwesen sind Türöffnerinnen zu verwunschenen Räumen.
Sie forschen, klären, entsorgen, begleiten, umhüllen, stärken Organe, Hüllen und Zwischenräume. Sie öffnen Tore zu neuen, lebendigen Möglichkeiten. Sie arbeiten subversiv, mit neuen Programmen und liebevollen Vernetzungen. Sie sind die Geschenke der Grossen Mutter, bedingungslos gegeben, sie müssen nicht heilen, um zu leben. Sie leben weil sie Mutter (= Mater / Materie) sind. Sie wirken durch Farben, Formen, Düfte, bewirken Beziehung. Ihre Systeme erinnern unsere Gene (Genialität) an ihre Schöpfungskraft.
An diesem Tag werden wir uns mit allen Sinnen Einblicke in das Wesen von Pflanzen erschaffen. Wir arbeiten vor allem im Freien. Die Signatur der Pflanze erleben wir im Schauen, durch Tönen und durch die Farben.
Pflanzen – Heil – Raunen °°° Die Vision eines Heilraumes, °°° der mitten In Wiesen und Feldern erblüht, °°° blüht, wächst, seine Gestalt verändert, °°° dieses Gehen auf Wegen, °°° Fort – Schritt - °°° die Sprache, die von außen zufließt, °°° die Fülle °°° mit den Gezeiten °°° den Vögeln des Meeres °°° dem Rauschen der Buchen.
Vernetzt mit allem Lebendigen, °°° durchdrungen von der Wechselbarkeit, °°° dem geselligen Beisammensein.
Jede Zelle summt und klingt °°° das Himmelsblau °°° die sichere Hülle - °°° Das Erdengrün °°° der Schoß der Großen Mutter.
Ich arbeite mit allen Sinnen, mit Erzählen, Meditation, F a r b e n u n d T ö n e n
- 20.00 - 22.00 Uhr
C o v e n z e i t
So. 28. Juli
Lehrbereich Feministisch-matriarchale Spiritualität
- 09.00 - ca.12.00 Uhr
Das Jahresrad im Zyklus der 8 Feste
Jahreskreis - Ritual Schnitterinnen - Kräuterweihe
Einführung und Vorbereitung in Theorie und Praxis, auf das Jahreskreisfest des „Schnitterinnen-Kräuterweih“ Rituals
Zunehmende Mondin. Im Jahresrad gegenüber dem Fest der zunehmenden Mondin, dem Fest des Impulses, Lichtmess, liegt das Fest der abnehmenden Mondin. Das Ritual der Schnitterinnen und der Zeitpunkt, um die Kräuter, die uns ein ganzes Jahr lang vor Unheil und Krankheit beschützen und heilen sollen, zu weihen. Noch im Mittelalter waren die Tage in dem das Kräuterweihfest begangen wurde als "Frauendreissiger" bekannt. Sie galten als der besondere, magische Zeitraum. Es hieß, während dieser Zeit sei nichts giftig. Es ist eine besonders günstige Zeit für Heilungen und die Zeit, zu der die Heilkräuter geweiht werden. Auf den Feldern ist das Getreide gereift. Schwer haben wir gearbeitet, damit viele Dinge zur Reife gelangen konnten - die Göttin wird nun zur Schnitterin, zur Unerbittlichen, die sich vom Leben nährt, damit neues Leben heranwachse. Es ist die Zeit, zu der die altrömischen Frauen ihr Diana-Fest feierten und die Frauen des Mittelalters das große Kräuterweihfest begingen. Hier wurde auch durch die christliche Kirche das "Fest von Maria Himmelfahrt" gelegt, vermutlich das älteste der Marienfeste.
Wir wollen es noch nicht wahrhaben, aber die Helligkeit nimmt ab, die Tage werden kürzer, der Sommer geht vorbei. Auch wir sensen mit der Sichel der abnehmenden Mondin das ab, was uns behindert, was uns blockiert, unseren eigenen Weg weiterzugehen. Wir trennen uns von Altem, um Neues entstehen zu lassen.
- 12.00 - 13.00 Uhr
Abschlussrunde, Gemeinsames Aufarbeiten der Lehrinhalte und Reflektion des Moduls. Abschied.